Für die Forschung: Gemeinsame Kilometer auf getrennten Wegen

Schutzengelläufe zugunsten des Mukoviszidose e.V. gibt es viele – und das ist großartig. Doch das Coronavirus erfordert ein Umdisponieren – so auch beim ersten Schutzengellauf von Berit aus Quickborn. Unter dem Motto „Getrennte Wege – gemeinsame Kilometer“ initiierte die dreifache Mutter am 22. und 23. August 2020 ihren eigenen Lauf und lud dazu Freunde und Familie ein. Ein tolles Event – ideal zum Nachahmen.

Berit und ihre Familie bedanken sich bei allen Teilnehmern ihres Schutzengellaufes.
Berit und ihre Familie bedanken sich bei allen Teilnehmern ihres Schutzengellaufes.



Die Idee dahinter: Jede/r eingeladene Läufer/in sollte „vor der eigenen Haustür“ laufen und die Laufleistung dann per „Beweis-Selfie“ digital an die Ausrichterin senden – ganz gleich, ob man gerannt, spaziert oder mit dem Laufwagen gerollt ist. Um einen Anreiz zu setzen, kündigte Berit im Vorfeld an, jeweils 10 € für jedes Beweisfoto an den Mukoviszidose e.V. zu spenden. Ergänzt um den Hinweis, man könne gern noch etwas drauflegen. Die Idee zum gemeinsamen Laufen auf unterschiedlichen Strecken war nicht nur Covid-19 geschuldet. Auch der Umstand, dass die geladenen Teilnehmer deutschlandweit verstreut waren, bekräftigte die Idee zu einem virtuellen Laufevent.

Große Resonanz auf den Schutzengellauf

Auf dem Teilnahmevordruck konnten die Läuferinnen und Läufer ihre Kilometer eintragen.
Auf dem Teilnahmevordruck konnten die Läuferinnen und Läufer ihre Kilometer eintragen.

Berit: „Die Resonanz aus unserem Freundes- und Verwandtenkreis war überwältigend. Zum einen wurden noch weitere Mitläufer angesprochen, die sich zum ersten Mal überhaupt mit dieser Krankheit befasst hatten. Zum anderen erliefen an den beiden Tagen insgesamt 64 Menschen, 3 Pferde und 1 Hund ca. 450 km und eine Spendensummer von 2.165 €.“. Eine stolze Summe, die komplett in die Mukoviszidose-Forschung fließt. Um die Aktion erfolgreich zu promoten, erstellte Berit zunächst ein PDF, das sie an rund 50 Freunde und Verwandte per E-Mail oder WhatsApp sandte. Im PDF enthalten: eine Beschreibung der Aktion, die URL der eigens erstellten Info-Website mit Spendenlink zum Mukoviszidose e.V. und einen Teilnahme-Vordruck, auf dem die Mitläufer/innen später ihre Kilometerleistung eintragen sollten. Ein wichtiges Accessoire für die gewünschten Beweis-Selfies.

Tochter Ambra hat Mukoviszidose

„Beim PDF und der Website hat mein Mann Matthias mich tatkräftig unterstützt. Er nutzte einfach eine Unterseite auf seiner vorhandenen Freiberufler-Homepage, um die wichtigsten Infos zur Aktion und auch zur Mukoviszidose-Erkrankung kurz und prägnant darzustellen. Schließlich geht es uns nicht nur Spendengelder für die Forschung, sondern auch um Awareness für Cystische Fibrose und die Betroffenen. Dementsprechend habe ich in den Wochen vor dem Event auch die eine oder andere dezente Erinnerung an die Teilnehmer gesendet – ohne natürlich zu penetrant zu werden.“, erläutert Berit, deren Tochter Ambra (3) selbst Mukoviszidose-Betroffene ist. Ambra, ihr Zwillingsbruder Amon und die große Schwester Allegra (6) liefen selbstverständlich ebenfalls mit – wenn auch mit überschaubarer Kilometerleistung. Doch was zählt, ist einfach die Bereitschaft, sich mit Mukoviszidose zu beschäftigen, Spaß an der Bewegung zu haben und etwas für den guten Zweck zu tun. All das hat Berits Schutzengellauf erfüllt.

Die Kinder der Familie liefen natürlich auch mit.
Die Kinder der Familie liefen natürlich auch mit.
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