Coronakonformer Basar statt Kinderfest war ein voller Erfolg

Spendenaktionen in Coronazeiten: Da ihr Benefiz-Kinderfest aufgrund der Pandemie leider abgesagt werden musste, hat Manuela Walter kurzerhand umgeplant. Vor ihrem Haus sollten Wärmekissen und Socken für den guten Zweck verkauft werden. Durch die Unterstützung von Freunden und Bekannten wurde daraus schließlich fast ein kleiner Flohmarkt, durch den rund 2100 Euro für Menschen mit Mukoviszidose zusammenkamen. Ein toller Erfolg.

Die Initiatoren: Familie Walter
Die Initiatoren: Familie Walter

Sie haben 2018 ein großes Kinderfest zugunsten von Menschen mit Mukoviszidose veranstaltet. Dieses Jahr ist Ihnen Corona dazwischengekommen. Was haben Sie stattdessen gemacht?

Eigentlich war geplant, bei uns vor der Haustür Wärmekissen und Socken zu verkaufen, als Ersatz für das ausgefallene Kinderfest. Unser Vorhaben hat sich bei Freunden und Bekannten herumgesprochen und sehr viele von ihnen wollten dann etwas beisteuern. Am Ende hatten wir sieben große Tische mit Selbstgemachtem und –gebasteltem zum Verkaufen. Bei uns vor dem Haus reichte der Platz gar nicht mehr, also sind wir zu einer Freundin umgezogen. Dort gibt es auch ein Dach zum Unterstellen, falls es geregnet hätte. Verkauft haben wir Weihnachtsdeko, Wärmekissen, Socken, selbstgenähte Kinderkleidung, selbstgestrickte Socken und Mützen, selbstgebastelte Engel mit dem Mukoviszidose-Flügel und vieles mehr.

Wie viel ist dabei an Spenden zusammengekommen?

Einer der vielen Tische mit Selbstgemachtem
Einer der vielen Tische mit Selbstgemachtem

Wir haben auch hinterher noch Sachen verkauft und sind jetzt bei 2.106 Euro. Mit so viel hatten wir nicht gerechnet. Es kamen gar nicht so viele Menschen, aber die, die kamen, waren wirklich sehr großzügig.

Wer war an der Aktion beteiligt?

Meine Freundin, vor deren Haus wir den „Basar“ veranstaltet haben und ihre Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus. Und natürlich noch alle, die Dinge für den Basar gespendet haben. Wir haben sogar von völlig fremden Menschen, Spenden angeboten bekommen. Zum Beispiel hat eine Oma aus einer der Mukoviszidose-Gruppen auf Facebook einen großen Karton selbstgenähter Kinderkleidung gespendet.

Die lieben Helfer
Die lieben Helfer

Was hat Ihnen daran besonders gut gefallen, Ihnen Freude gemacht?

Dass die Menschen gleich fröhlich und interessiert auf uns zugekommen sind und so viele positive Rückmeldungen gegeben haben. Außerdem war es schön, mit meinen Söhnen Flyer für die Aktion zu verteilen. Wir sind in den zwei Wochen vor der Aktion jeden Tag eine andere Straße in der Nachbarschaft abgelaufen und haben Flyer verteilt.

Wie geht es mit Ihrer Aktion weiter?

Meine Freundin und ich möchten jetzt eine kostenfreie Internetseite aufsetzen, um die Dinge, die wir jetzt noch übrighaben, online zu verkaufen. In den Facebook-Gruppen haben mir auch schon einige signalisiert, dass sie Interesse haben, noch etwas zu kaufen. Das wollen wir bis kurz vor Weihnachten laufen lassen.

Was ist Ihre Motivation, Menschen mit Mukoviszidose zu helfen?

Meine Motivation ist zum einen natürlich unser vierjähriger Sohn, der ja auch Mukoviszidose hat. Wir möchten auf jeden Fall die Forschung unterstützen, damit weiter neue Medikamente entwickelt werden können.

Ich habe hier auf dem Blog gelesen, dass der Mukoviszidose e.V. einen jungen Mukoviszidose-Patienten, der als Kleinselbstständiger wegen des ersten Corona-„Lockdowns“ in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist, unterstützt haben. Das hat mich auch motiviert. Ich finde es toll, dass die Menschen nicht hängengelassen werden.  

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Dass alle Betroffenen ein besseres Leben und eine bessere Lebensqualität haben.

Das Interview führte Juliane Tiedt

Sie möchten sich auch für Menschen mit Mukoviszidose engagieren? Dann melden Sie sich bei:

Anke Mattern
Tel.: 0228 98 780-20
E-Mail: AMattern@muko.info

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