Junge und erfahrene Wissenschaftler an einem Tisch: European Young Investigator Meeting (EYIM) 2018

Vom 21. bis zum 23. Februar 2018 fand in Paris das European Young Investigator Meeting statt. Die Idee hinter diesem Treffen: Junge Forscher auf dem Gebiet der Mukoviszidose-Forschung zu vernetzen und dadurch thematisch dort zu verankern. Der Mukoviszidose e.V. organisiert das Treffen gemeinsam mit anderen europäischen Patientenorganisationen.

Das Meeting bot von jedem Thema etwas: Mikrobiologie, Genetik/Gentherapie, Immunologie, Zellbiologie und klinische Forschung im Fokus der Mukoviszidose-Forscher. 36 junge Nachwuchswissenschaftler aus Europa, Kanada und sogar Australien fanden den Weg nach Paris in das Institut Pasteur. Alle präsentierten ihre Forschungsergebnisse in Vorträgen, auf Postern, in Diskussionsrunden oder auch beim gemeinsamen Abendessen. Erfahrene Mukoviszidose-Forscher, die „Senior Scientists“, führten durch Übersichtsvorträge in die verschiedenen Themengebiete ein und moderierten die Diskussionen. Junior and Senior Scientists für drei Tage unter einem Dach bot beste Voraussetzungen zum Netzwerken – für erfolgreiche Forscher unabdingbar.

Gestartet wurde das Treffen mit einem Workshop, in welchem erarbeitet wurde, wie Forschungsinhalte und Ergebnisse in einer Poster-Präsentation vermittel werden sollten. Denn Poster sind das Präsentationsformat, das jungen Forschern ihren ersten Schritt in die Welt der Wissenschaft ermöglicht.

Drei Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet

Auch in diesem Jahr wurden drei Nachwuchswissenschaftler ausgewählt, die ihre Sache besonders gut gemacht haben:

Der Preis für den besten Vortrag ging an Giulia Maule aus Italien, die an einer Gentherapie zur Behandlung der Mukoviszidose arbeitet. Sie hat dabei bestimmte Mutationen im Focus, die sie direkt in der Zelle „reparieren“ möchte. Dass es funktionieren kann, hat sie schon an menschlichen Zellen gezeigt, die sie außerhalb des Körpers in sogenannten Organoiden erfolgreich korrigiert hat.

Der Preis für das beste Poster ging nach Belgien. Marie-Julie Guichard zeigte Daten zu einer neuen langwirksamen DNAse. Erste Untersuchungen an Mäusen und an Sputum von Mukoviszidose-Patienten sind sehr vielversprechend und machen Hoffnung, dass diese stabilere DNAse nicht mehr täglich inhaliert werden müsste, was die Therapielast für Patienten verringern würde.

Um die wissenschaftliche Diskussion zu schulen, wird auch immer ein Preis für relevante Diskussionsbeiträge vergeben. Diesen Preis erhielt Bartosz Gerard Gdaniec aus der Schweiz, der durch seine sehr guten und vielfältigen Diskussionsbeiträge das EYIM 2018 ganz aktiv mit gestaltet hat.

Aus Deutschland waren insgesamt sechs junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus verschiedenen Arbeitsgruppen vertreten, deren Teilnahme durch den Mukoviszidose e.V. in Form von Reisekostenerstattungen unterstützt wurde.

Diskussion zum EYIM 2018 auf Twitter

Sylvia Hafkemeyer

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