Helfen ist so einfach: Kollekten für das Haus Schutzengel sammeln

Seit elf Jahren setzt sich Herman S. dafür ein, dass die Kollekte seines Wohnstifts am Westerberg in Osnabrück zugunsten der finanziellen Unterstützung des Haus Schutzengel in Hannover weitergereicht wird. Die vom Mukoviszidose e.V. betriebene Herberge besteht seit 2008 und bietet seitdem Mukoviszidose-Betroffenen und ihren Angehörigen bei einem längeren Krankenhausaufenthalt in der Medizinischen Hochschulklinik Hannover, einem Termin in der Mukoviszidose-Ambulanz oder nach einer Transplantation eine preiswerte Unterkunft auf Zeit. Wie es zu diesem besonderen Engagement kam, hat uns Herr S. erzählt.

Vor über 30 Jahren ist unsere Tochter im Alter von 28 Jahren an Mukoviszidose gestorben. Da wir hautnah erlebt haben, wie sie ständig den nahen Tod vor Augen hatte, wobei sie als junger Menschen doch eigentlich das Leben noch vor sich haben sollte, konnten wir nach ihrem Tod nur noch versuchen, den jungen Menschen, die betroffen sind und darunter leiden, im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Das war die Motivation für den frühen Beginn unserer Aktivitäten, vor allem unserer regelmäßigen Spenden an den Verein.

Als wir dann in das Diakonie-Wohnstift zogen, wo in der hauseigenen Kapelle regelmäßig Gottesdienste stattfinden, an deren Schluss jeweils die Sammlung einer Kollekte üblich ist, stellte sich die Frage, für welchen Zweck das Kollektengeld verwendet werden sollte. Sehr bald machten wir dann den Vorschlag, die Mukoviszidose-Kranken zu unterstützen, und stellten die Krankheit vor. Die Zustimmung der Bewohner war schnell erreicht, aber auch die der wechselnden Pastoren, die uns bei unseren wiederholten Werbungen für dieses Projekt tatkräftig unterstützten.

Ein Zuhause auf Zeit für Mukoviszidose-Betroffene und ihre Angehörigen - das Haus Schutzengel in Hannover

Ein Zuhause auf Zeit für Mukoviszidose-Betroffene und ihre Angehörigen – das Haus Schutzengel in Hannover

Das Haus Schutzengel erschien uns deshalb so ideal als regelmäßiger Spendenempfänger, weil es allein auf ständige Spenden angewiesen ist; denn die Krankenkassen können zwar für die von der Krankheit Betroffenen herangezogen werden, nicht aber für die Hilfen bei den zwischenmenschlichen Sorgen innerhalb der Familien. Und wir konnten ja gut nachempfinden, was es für eine Familie bedeutet, ein betroffenes Kind zu haben. Und das Haus Schutzengel ist mit seinem Angebot ja wirklich eine besonders segensreiche Einrichtung für betroffene Familien.

 

Natürlich wünschen auch wir schließlich den Betroffenen, dass diese Krankheit einmal heilbar und besiegt sein wird, dem Verein und allen Mitarbeitern, dass sie weiter durchhalten und nicht nachlassen in ihrem Kampf gegen die Mukoviszidose.

Liebe Grüße

Hermann S.

 

 

 

 

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