Stärken und Schwächen kennenlernen – Praktikum beim Mukoviszidose e.V.

Für die letzten sechs Wochen hat unser Praktikant Jonathan Mehl unseren Verein begleitet. Was er dabei für Erfahrungen gemacht hat, hat er uns in einem Blogbeitrag geschrieben. 

Mal noch was Anderes machen. Wenn schon kein ganzes soziales Jahr, dann wenigstens sechs Wochen. Vielleicht macht es ja sogar Spaß. So, oder so ähnlich sah es in meinem Kopf aus, als ich vor einem Monat etwas übermüdet von der Autofahrerei am Vorabend (circa 3 Stunden Stau auf der A5) zum ersten Mal Fuß in die Geschäftsstelle des Mukoviszidose e.V. setzte.

Die Krankheit war mir schon bekannt gewesen, aber über das Tagesgeschäft in einem solchen Verein hatte ich dann doch herzlich wenig Ahnung. Auch deshalb hatte ich mir vorgenommen, in einer Art „Rundumschlag“ so viel wie möglich Leuten mit den unterschiedlichsten Aufgaben über die Schulter zu schauen.
Mittlerweile bin ich schon in meiner fünften Woche hier und trotzdem sehe ich mich immer wieder mit neuen Aufgaben konfrontiert. Dazu gehört auch das Verfassen dieses Blog-Eintrages, also seht mir nach, wenn es noch ein bisschen holpert. Falls nicht, umso besser 😉

Gerade das hat aber dieses Praktikum in meinen Augen so wertvoll gemacht. Täglich durfte ich Neues ausprobieren und die vielen unterschiedlichen Tätigkeiten der Kollegen kennen lernen. Ich bekam Einblicke in das Fundraising, die Öffentlichkeitsarbeit, die Adresspflege, die Betroffenenberatung und Unterstützung, das Studiennetzwerk CF-CTN, durfte Mailing-Texte verfassen, und…und…und.

Persönliches Highlight war für mich aber trotzdem, mit den Kollegen nach Weimar auf die Jahrestagung fahren zu dürfen. Nachdem in der Geschäftsstelle fieberhaft darauf hingearbeitet wurde, machte sich die Arbeit dann auch bezahlt und dieses jährliche Mammutprojekt ging trotz Keimproblematik, Internetproblemen und Lifestreamdebüt reibungslos über die Bühne. Als besonders bemerkenswert empfand ich das Gefühl, dass auf der Jahrestagung im Prinzip eine übergroße Familie zusammenfindet, in der auch Neulinge wie ich herzlich aufgenommen wurden.

Mittlerweile habe ich mir zumindest ein ungefähres Bild davon machen können, wie hier Profis der unterschiedlichsten Felder an einem Strang ziehen, um solche Aufgaben zu meistern und habe ganz nebenbei durch das viele Ausprobieren auch einiges über eigene Stärken und Schwächen lernen können. Und auch wenn ich es wohl schon vorausgenommen habe, ja damit hat sich das Praktikum für mich auf jeden Fall gelohnt.

Euer
Jonathan Mehl

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