Wie ich zu einem Paar neuer Laufschuhe und zurück zum Laufen kam!

Dr. Doris Dieninghoff betreut Mukoviszidose-Patienten in Köln. Für unseren Blog hat sie uns geschrieben, wie sie durch den Mukoviszidose e.V. wieder mit dem Laufen angefangen hat.

Als Fachärztin für Allgemeinmedizin betreue ich nun bereits im zehnten Jahr mit viel Freude erwachsene Mukoviszidose-Patienten. Aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens und der großen Entfernung zu meiner Arbeitsstätte geriet im Laufe der Zeit das Laufen immer mehr in den Hintergrund. Hinzu kam, dass ich oft die 7 km zur Arbeit mit dem Fahrrad fahre und so immer eine gute Ausrede hatte, wenn meine Laufschuhe mich anklagend ansahen, weil sie so gerne mal wieder mit mir an den Rhein wollten.

Den inneren Laufschweinehund besiegen

Der innere „Laufschweinehund“ wuchs und wuchs und am End hatte er gehört, dass Laufschuhe mit Gelpolsterung nicht länger als zwei Jahre benutzt werden dürfen, da sonst eine große Gefahr für eine Kniebeschädigung bestünde. Außerdem meinte er, hätte ich ja auch Verantwortung für meine Patienten und dürfte nicht bei jedem Wetter laufen, damit ich nicht krank werde.

Sie sehen schon, ich war, was meine Lust am Laufen anging ausgebremst und letztendlich besiegt worden. Auch wenn ich gewollt hätte, ich konnte ja gar nicht mehr laufen gehen! Ohne Laufschuhe!

Innerlich war ich nur wenig froh darüber. Hinzu kam, dass ich doch weiß, wie wichtig Sport besonders für meine Patienten ist und ich sie doch jeden Tag versuche, für Sport zu motivieren. Und da möchte ich doch auch ein gutes Vorbild sein. Na ja, immerhin fahre ich täglich mit dem Rad!

Dann fragte mich vor zwei Jahren Uta Düesberg vom Mukoviszidose e.V. ob ich nicht beim Firmenlauf für den Verein in Bonn (er wurde 50 Jahre alt) mitlaufen wolle und ich sagte sofort ja!

Doris Dieninghoff beim Firmenlauf im September 2016 - mit ihren neuen Laufschuhen!

Doris Dieninghoff beim Firmenlauf im September 2016 – mit ihren neuen Laufschuhen!

Ein neues Ziel

Jetzt hatte ich wieder ein Ziel und freute mich schon riesig auf das Lauftraining. So bin ich dann an die schönen neuen Laufschuhe gekommen! Dieses Jahr bin ich schon das zweite Mal dabei gewesen und ich bin froh, dass ich auch in diesem Jahr diesen Ansporn bekommen habe, weil mein innerer ………., Sie wissen schon, schläft nicht und hat immer gute Ausreden parat, sobald ich nachgebe!

Ganz besonders freue ich mich aber über diese Erfahrung, weil sie mir zeigt, wie schwer es meine Patienten täglich haben müssen! Im nächsten Jahr bin ich wieder beim Firmenlauf dabei (mit denselben Laufschuhen, weil das mit den zwei Jahren stimmt gar nicht) und ich hoffe, viele Andere auch!

Ihre Dr. med. Doris Dieninghoff

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